Großprobstdorf
Târnava · Nagyekemező · Kreis Hermannstadt
Die Glocken von Großprobstdorf
Aufnahme
Über Großprobstdorf
Großprobstdorf liegt im Kreis Hermannstadt bei Mediasch. Urkundlich erscheint der Ort 1359 als „Ekemezeo“, damals im Besitz der Hermannstädter Propstei. Vermutlich gründeten Szekler den Ort schon vor der Ankunft der Sachsen. 1424 kamen die Güter an die Marienkirche in Hermannstadt, 1469 bestätigte König Matthias Corvinus die Zugehörigkeit zu den Sieben Stühlen. 1788 wurde Großprobstdorf dem Mediascher Stuhl zugerechnet.
Die spätgotische, turmlose Saalkirche war laut Inschrift am Chor 1505 vollendet und steht unter Denkmalschutz. 1792 erhielt der Saal ein Tonnengewölbe, 1869 größere Fenster. Nach einer Überschwemmung 1877 lag das Gelände so hoch, dass heute sechs Stufen in die Kirche hinabführen. Die Ringmauer entstand 1590; erhalten sind ihr Südteil und ein Wehrturm. Der Glockenturm aus Ziegeln war einst ein Wehrturm und wurde 1897 um ein Geschoss erhöht. Der gotische Flügelaltar von 1520 ist seit den 1960er-Jahren im Brukenthal-Museum in Hermannstadt zu sehen.
Ab den 1960er-Jahren und vor allem nach 1989 wanderte die große Mehrheit der Sachsen nach Deutschland aus. Nach einem ersten Treffen 1985 in Feuchtwangen wurde die Heimatortsgemeinschaft 1988 in Regensburg gegründet.
Quellen: Geschichte und Kultur auf der Website der HOG Großprobstdorf; Wikipedia, Artikel „Târnava (Sibiu)“ (CC BY-SA 4.0); zusammengefasst von Radio Siebenbürgen.

- Glockengeläut (vorhanden)
- Foto der Kirche außen (vorhanden)
- Foto der Kirche innen (vorhanden)
- Text über den Ort (vorhanden)
- Steckbrief zur Kirche (vorhanden)
- Angaben zu den Glocken (fehlt)
- Heimatortsgemeinschaft (vorhanden)
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