Leblang
Lovnic · Lemnek · Kreis Kronstadt
Die Glocken von Leblang
Aufnahme
Über Leblang
Leblang gehört zur Gemeinde Seiburg im Kreis Kronstadt und liegt 20 Kilometer westlich von Reps und 21 Kilometer nördlich von Fogarasch. Eine Urkunde von 1206 wird mit dem Ort in Verbindung gebracht, sicher ist der Bezug nicht; 1289 wird eine Ortschaft genannt, die als Leblang gedeutet wird. Ab 1374 gehörte Leblang zum Repser Stuhl, seit 1781 zum Fogarascher Distrikt. Das Dorf war klein, aber wohlhabend; davon zeugen die großen alten Höfe. In der Pest 1738/39 starb etwa die Hälfte der rund 300 Einwohner, 1882 zerstörten zwei Brände zahlreiche Scheunen.
Die alte gotische Kirchenburg war dem heiligen Martin geweiht; 1507 unterstützten die Sieben Stühle ihren Bau. 1884 wurden die baufällige Kirche und die Ringmauern abgetragen, nur der gewölbte Chor blieb. Am 15. September 1886 legte man den Grundstein der neuen Hallenkirche nach Plänen von Johann Kovats aus Kronstadt. Die Orgel stammt von 1888, ein kleiner Leuchter wurde 1773 gestiftet. 1957 wurde der Turm bis zur Uhr abgetragen und neu aufgebaut. Im Turm hängen zwei Glocken; eine davon goss Meister Paul Neidel 1622.
Am 13. Januar 1945 wurden 69 Leblanger zur Zwangsarbeit nach Russland deportiert, danach wurden die Sachsen enteignet. 1987 gründeten die Leblanger in Deutschland beim ersten Treffen in Dinkelsbühl ihre Nachbarschaft.
Quellen: Geschichte auf der Website der HOG Leblang; rumänische Wikipedia, Artikel „Biserica evanghelică din Lovnic“ (CC BY-SA 4.0); zusammengefasst von Radio Siebenbürgen.


- Glockengeläut (vorhanden)
- Foto der Kirche außen (vorhanden)
- Foto der Kirche innen (vorhanden)
- Text über den Ort (vorhanden)
- Steckbrief zur Kirche (vorhanden)
- Angaben zu den Glocken (fehlt)
- Heimatortsgemeinschaft (vorhanden)
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