Mergeln
Merghindeal · Morgonda · Kreis Hermannstadt
Die Glocken von Mergeln
Aufnahme
Über Mergeln
Mergeln liegt im Nordosten des Kreises Hermannstadt, etwa 7 Kilometer östlich von Agnetheln. Es gehörte zum Schenker Stuhl. 1336 wird der Ort als „Mergendhal“ erstmals erwähnt. Um 1500 zählte er 60 Wirte. 1566 überfielen Mergelner Bauern eine durchziehende türkische Schar und befreiten 17 deutsche Gefangene. Über viele Jahrhunderte waren die Sachsen hier in der Mehrheit. Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt der geografische Mittelpunkt Rumäniens.
Die Kirche entstand um 1280 als dreischiffige romanische Basilika mit Glockenturm. Um 1500 wurde sie zur Kirchenburg ausgebaut: Über dem Chor entstand ein Wehrturm, der Glockenturm erhielt Schießscharten, im Schiff wurde ein Brunnen gegraben. Im Jahr 1600 verwüsteten Truppen des walachischen Woiwoden Michael des Tapferen die Anlage, daran erinnert eine Inschrift an der Kirche. 1634 wurde die Kirche wiederhergestellt, 1803 erhielt das Schiff eine hohe Stuckdecke. Der hölzerne Wehrgang und zwei Türme wurden im 19. Jahrhundert abgetragen. Die Ringmauer bildet ein Viereck, von den früher vier Ecktürmen stehen noch zwei.
Die große Glocke stammt noch aus der Zeit vor der Reformation und trägt eine lateinische Inschrift in gotischen Buchstaben. Die mittlere Glocke ist auf 1776 datiert, die kleine stammt vermutlich ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert. Die Turmuhr baute Karl Mayer 1879. Im Oktober 2025 wurde das Geläut instand gesetzt. Eine erste Orgel baute Samuel Maetz 1806, die heutige mit neun Registern stammt von Hörbiger (1870/71).
Quellen: Chronik und Seiten zur Kirche auf der Website der HOG Mergeln; Wikipedia, Artikel „Merghindeal“ (CC BY-SA 4.0); zusammengefasst von Radio Siebenbürgen.

- Glockengeläut (vorhanden)
- Foto der Kirche außen (vorhanden)
- Foto der Kirche innen (fehlt)
- Text über den Ort (vorhanden)
- Steckbrief zur Kirche (vorhanden)
- Angaben zu den Glocken (fehlt)
- Heimatortsgemeinschaft (vorhanden)
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