Pretai
Brateiu · Baráthely · Kreis Hermannstadt
Die Glocken von Pretai
Aufnahme
Über Pretai
Pretai liegt im Kokeltal an der Großen Kokel im Kreis Hermannstadt, fünf Kilometer von Mediasch. Funde zeigen Siedlungen aus der Zeit der Völkerwanderung. Deutsche Siedler gründeten den Ort, 1283 wird er als „Mons Mariae“ erstmals erwähnt, nach der Marienkirche. Auf der Siebenbürgenkarte des Honterus von 1532 heißt er „pratay“. Kriege und Seuchen ließen die Zahl der Einwohner von 360 im Jahr 1532 auf 120 im Jahr 1695 sinken. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts ging es wieder aufwärts. Als Kaiser Joseph II. 1773 durch Pretai reiste, klagte ein Bewohner über die einsturzgefährdete Kirchenburg. Daraufhin wurde die Kokel umgeleitet und der Sumpf um den Ort trockengelegt.
Die Kirche war der Jungfrau Maria geweiht. Sie ist eine spätgotische dreischiffige Pfeilerbasilika aus dem 14. Jahrhundert. Unter Pfarrer Johannes Hermann, der 1593 in der Sakristei bestattet wurde, entstand eine Wandchronik mit Szenen von der Schöpfung bis in seine eigene Zeit, damals das umfangreichste Werk dieser Art in Siebenbürgen. Im Chor sind Reste von Wandmalereien mit der Jahreszahl 1481 freigelegt. Der Altar aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts wird einem Sohn des Bildschnitzers Veit Stoß zugeschrieben. Er wurde im 18. Jahrhundert übermalt und 1904 durch einen neuen Altar ersetzt. 1845–1846 wurde die Kirche erneuert.
Im 20. Jahrhundert setzten die Auswanderung nach Amerika ab 1903, die Weltkriege sowie Enteignung und Verschleppung nach 1945 der Gemeinde zu. Nach 1990 zogen die meisten Pretaier nach Deutschland.
Quellen: Ortsgeschichte auf der Website der HOG Pretai; Wikipedia, Artikel „Brateiu“ (CC BY-SA 4.0); zusammengefasst von Radio Siebenbürgen.

- Glockengeläut (vorhanden)
- Foto der Kirche außen (vorhanden)
- Foto der Kirche innen (fehlt)
- Text über den Ort (vorhanden)
- Steckbrief zur Kirche (vorhanden)
- Angaben zu den Glocken (fehlt)
- Heimatortsgemeinschaft (vorhanden)
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