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Arkeden

Archita · Erked · Kreis Mieresch

Foto: Silvia Nichita (CC BY-SA 4.0) – Wikimedia Commons

Die Glocken von Arkeden

Aufnahme

0:59 Min.

Über Arkeden

Arkeden liegt im Kokelhochland, etwa 28 Kilometer von Schäßburg entfernt, und gehörte von 1324 bis 1876 zum Schäßburger Stuhl. Deutsche Siedler gründeten das Dorf um 1200 oder etwas später, urkundlich erwähnt wird es erstmals 1356. Bis um 1700 war es rein sächsisch. 1608 raffte die Pest viele Bewohner dahin; die Überlebenden mussten einen großen Teil ihres Bodens billig an Meeburg verkaufen. 1930 lebten 569 Sachsen im Ort, nach der Auswanderung zählte Arkeden 1997 nur noch 650 Einwohner. Heute leben hier keine Sachsen mehr.

Die Kirchenburg ist gut erhalten. Aus einer romanischen Pfeilerbasilika wurde um 1500 eine gotische Saalkirche mit zwei Wehrgeschossen, umgeben von einer doppelten, etwa sieben Meter hohen Ringmauer. Sieben der ursprünglich neun Türme stehen noch. Bei einem Großbrand 1747/48 brannten Dach und Innenraum aus. Unter Pfarrer Martin Kelp von Sternburg wurde die Kirche in vier Jahren wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit stammen der barocke Altar von 1752 und die Kanzel von 1761, beide von dem Schäßburger Bildhauer Georgius Philippi. Die noch spielbare Orgel baute Samuel Joseph Maetz 1824.

Im Brand schmolzen die alten Glocken. 1749 kam eine große Glocke von über 1000 Kilogramm in den Turm, später drei kleinere aus den Jahren 1762, 1765 und 1795. Diese drei wurden 1918 für Kriegszwecke abgenommen und 1923 durch eine kleine und eine mittlere Glocke ersetzt. Die Turmuhr stammt von 1772. 1941 beschädigten ein Erdbeben und ein Blitzschlag die Kirche. Seit 2008 wird die Kirchenburg mit EU-Mitteln instand gesetzt.

Quellen: Geschichte der Kirchenburg auf der Website der HOG Arkeden; Wikipedia, Artikel „Archita“ (CC BY-SA 4.0); zusammengefasst von Radio Siebenbürgen.

Innenraum der evangelischen Kirche in Arkeden
Foto: Purligar (CC BY-SA 3.0 de) – Wikimedia Commons
Die evangelische Kirche in Arkeden von außen
Foto: Purligar (CC BY-SA 3.0) – Wikimedia Commons

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