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Braller

Bruiu · Brulya · Kreis Hermannstadt

Foto: Neighbor's goat (CC BY-SA 4.0) – Wikimedia Commons

Die Glocken von Braller

Aufnahme

1:00 Min.

Über Braller

Braller liegt im Harbachtal im Kreis Hermannstadt und wird 1307 erstmals urkundlich erwähnt. Zur Gemeinde gehören auch Gürteln und Martinsberg, die ebenfalls Kirchenburgen haben. Auf dem Gemeindegebiet fanden sich Spuren aus der Jungsteinzeit und Urnengräber aus der Römerzeit. Braller war eine freie Gemeinde des Schenker Stuhls; 1532 lebten hier 64 Wirte. Um 1660 raffte die Pest einen großen Teil der Bewohner dahin.

Die Kirche entstand um 1295 als dreischiffige Pfeilerbasilika im Übergang von der Romanik zur Gotik und ist dem heiligen Nikolaus geweiht. Um 1495, zur Zeit der Türkeneinfälle, wurde sie zur Kirchenburg ausgebaut. Die innere Ringmauer hatte drei Wehrtürme, später kam ein äußerer Mauerring mit fünf Türmen und einem heizbaren Unterkunftsgebäude hinzu. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden die innere Mauer und der Chorturm abgetragen, der Westturm erhöht und die Kirche neu ausgestattet. Die Kirchenburg steht unter Denkmalschutz.

Wertvollstes Stück ist der spätgotische, doppelflügelige Schreinaltar von 1520. 1728 ersetzte eine Madonna mit dem Jesuskind aus Großschenk die Nikolausfigur, die Tafelbilder wurden übermalt. Seit der Freilegung 1973 bis 1976 sind wieder die Szenen aus dem Leben des heiligen Nikolaus zu sehen. Im Turm hängen vier Glocken. Die große trägt die Jahreszahl 1545, die mittlere goss um 1430/40 Meister Leonardus, die kleine stammte von 1637. Sie wurde 1916 für den Krieg abgegeben. 1925 entstanden mit Spenden aus Amerika eine neue kleine Glocke und ein Umguss der gesprungenen mittleren, 1935 wurde das Geläut noch einmal harmonisch umgegossen.

Quellen: Chronik und Kirchenseiten der Heimatortsgemeinschaft Braller; Wikipedia, Artikel „Bruiu“ (CC BY-SA 4.0); zusammengefasst von Radio Siebenbürgen.

Die evangelische Kirche in Braller von außen
Foto: Neighbor's goat (CC BY-SA 4.0) – Wikimedia Commons
In der Kirche umsehen360°-Panoramen von Susanne und Ralf Thrull auf siebenbuerger.de

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