Girelsau
Bradu · Fenyőfalva · Kreis Hermannstadt
Die Glocken von Girelsau
Aufnahme
Über Girelsau
Girelsau liegt am Alt, etwa 20 Kilometer von Hermannstadt, und gehört heute zur Kleinstadt Freck. Erstmals erwähnt wird der Ort 1311 unter dem ungarischen Namen Feneufolua. 1315 bat der König das Weißenburger Domkapitel, den Pfarrer Matthias zum Domherrn zu erheben. Girelsau gehörte zum Hermannstädter Stuhl. 1525 verbreitete der Prediger Johannes Clementis hier die lutherische Lehre. Im Jahr 1600 brannten Truppen Michaels des Tapferen das Dorf nieder; der Sage nach raubten sie dabei zwei Kirchenglocken.
Für die Befestigung der Kirche bewilligte der Hermannstädter Stuhl 1496 einen Zuschuss, 1506 und 1538 bekam die Gemeinde Kalk und Dachziegel für den Ausbau. 1633 entstand die heutige Saalkirche. Der ältere Glockenturm mit Wehrgang und Schießscharten wurde wohl aus Baumaterial der Vorgängerkirche errichtet; an ihm steht die Jahreszahl 1637. 1804 wurden Gewölbe und Schiff erneuert und die Apsis gebaut. Die zweimanualige Orgel stellte Melchior Achxs 1813 auf, Karl Einschenk baute sie 1907 und 1931 um. Der klassizistische Altar zeigt das Abendmahl und die Kreuzigung.
1835 brannten 35 sächsische Höfe ab. 1945 wurden alle Männer über 16 Jahre nach Russland deportiert. Die meisten Sachsen wanderten in der Ceaușescu-Zeit nach Deutschland aus, 1989 lebten noch 226 im Ort. Die in den 1980er-Jahren gegründete HOG Girelsau kümmert sich um die Kirche; 2015 wurde das Dach nach einem Sturm erneuert.
Quellen: Orts- und Kirchengeschichte auf der Website der HOG Girelsau; rumänische Wikipedia, Artikel „Biserica fortificată din Bradu“ (CC BY-SA 4.0); zusammengefasst von Radio Siebenbürgen.

- Glockengeläut (vorhanden)
- Foto der Kirche außen (vorhanden)
- Foto der Kirche innen (fehlt)
- Text über den Ort (vorhanden)
- Steckbrief zur Kirche (vorhanden)
- Angaben zu den Glocken (fehlt)
- Heimatortsgemeinschaft (vorhanden)
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