Holzmengen
Hosman · Holcmány · Kreis Hermannstadt
Die Glocken von Holzmengen
Aufnahme
Über Holzmengen
Holzmengen liegt im Harbachtal, etwa 25 Kilometer östlich von Hermannstadt, und gehört zur Gemeinde Leschkirch. Schon 1317/18 wird die Kirche genannt, 1319 erscheint der Ort im Register eines päpstlichen Steuersammlers. 1449 zerstörte ihn Vlad III. Drăculea, 1479 wurde er erneut niedergebrannt. Das Kirchengut kam damals zur Aufbewahrung an das Kapitel und wurde 1528 zurückgegeben. Um 1500 zählte das Dorf 15 Wirte, einen Hirten und einen Schulmeister. 1601 brannten Truppen Michaels des Tapferen die Kirchenburg nieder. Ab 1910 hatte Holzmengen einen Bahnhof an der Schmalspurbahn „Wusch“. Am 13. Januar 1945 wurden Sachsen aus dem Ort in sowjetische Arbeitslager verschleppt.
Um 1275 entstand eine dreischiffige romanische Basilika mit einem Turm. Um 1500 wurde der Glockenturm erhöht und mit Schießscharten versehen. Zwei sieben bis acht Meter hohe Ringmauern mit sechs Türmen umgaben nun die Kirche. Den Eingang der inneren, ovalen Mauer sperrt bis heute ein großes Fallgitter aus Holzbohlen. 1794 wurde das zugemauerte Westportal mit seinem farbigen Bogenfeld wieder freigelegt; es zeigt viele Reliefs, etwa Petrus und Paulus. Von 1803 bis 1808 wurde die Kirche zur barocken Hallenkirche umgebaut.
Die heutige Orgel baute 1808 Samuel Joseph Mätz, der 1760 in Holzmengen geboren wurde und in Birthälm die bekannteste Orgelbauerfamilie Siebenbürgens begründete. Sie wurde 2001 bis 2008 von Hermann Binder restauriert. 1994/1995 wurde die Kirchenburg instand gesetzt, im alten Pfarrhaus ist heute ein Jugendbegegnungszentrum.
Quellen: Chronik der Heimatgemeinschaft Holzmengen; Wikipedia, Artikel „Hosman“ (CC BY-SA 4.0); zusammengefasst von Radio Siebenbürgen.


- Glockengeläut (vorhanden)
- Foto der Kirche außen (vorhanden)
- Foto der Kirche innen (vorhanden)
- Text über den Ort (vorhanden)
- Steckbrief zur Kirche (vorhanden)
- Angaben zu den Glocken (fehlt)
- Heimatortsgemeinschaft (vorhanden)
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