Lichtertsingen in Hammersdorf: Ein besonderer Adventsabend voller Tradition und Gemeinschaft
Am Samstag, dem 19. Dezember 2026, lädt die Projektgruppe Haferland gemeinsam mit der Kirchengemeinde Hammersdorf zu einem besonderen vorweihnachtlichen Erlebnis ein. Beim traditionellen Lichtertsingen in der evangelischen Kirche in Hammersdorf bei Hermannstadt sollen alte siebenbürgisch-sächsische Weihnachtsbräuche wieder lebendig werden. Beginn des Gottesdienstes ist um 18 Uhr. Bereits ab 16 Uhr sind die Besucher zu weihnachtlicher Musik und einem Glas Glühwein im Kirchhof willkommen.
Wenn die Adventszeit näher rückt, werden bei vielen Siebenbürger Sachsen Erinnerungen an Weihnachten in der alten Heimat wach. Dazu gehören vertraute Weihnachtslieder, festlich geschmückte Kirchen und Bräuche, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Einer dieser Bräuche ist das Lichtertsingen. In Hammersdorf soll er in diesem Jahr wieder viele Menschen zusammenbringen und ein Stück siebenbürgisch-sächsischer Kultur erlebbar machen.
Die Projektgruppe Haferland hat es sich zur Aufgabe gemacht, solche Traditionen zu bewahren und ihnen auch in der heutigen Zeit einen festen Platz zu geben. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde Hammersdorf und weiteren Unterstützern entsteht so ein Adventsabend, bei dem nicht nur die Erinnerung an frühere Zeiten zählt, sondern vor allem das gemeinsame Erleben.
Ein alter Brauch mit besonderer Bedeutung
Der Lichtert, auch Christleuchter genannt, gehört zu den traditionsreichen Weihnachtsbräuchen der Siebenbürger Sachsen. Die kunstvoll geschmückten Leuchter werden aus Holz gefertigt, mit immergrünen Zweigen verziert und mit Kerzen sowie bunten Papierornamenten geschmückt. Je nach Heimatort unterscheiden sich ihre Gestaltung und ihr Aussehen.
Im Mittelpunkt steht das Licht, das in der christlichen Weihnacht für Hoffnung und die Geburt Christi steht. Beim traditionellen Lichtertsingen verbinden sich dieses Symbol und der gemeinsame Gesang zu einem besonderen Erlebnis. Die festliche Atmosphäre in der Kirche, die vertrauten Melodien und die Gemeinschaft der Besucher machen den Brauch für viele Menschen zu einem unvergesslichen Teil der Weihnachtszeit.
Doch Traditionen bleiben nur dann lebendig, wenn Menschen bereit sind, sie weiterzugeben. Gerade deshalb ist die Beteiligung junger Menschen bei solchen Veranstaltungen von besonderer Bedeutung.
Deutsche Schulklassen gestalten den Gottesdienst mit
In Hammersdorf werden deutsche Schulklassen den Gottesdienst mit Liedern und Gedichten mitgestalten. Unter dem Weihnachtsbaum tragen die Schülerinnen und Schüler dazu bei, dass die Feier eine persönliche und lebendige Atmosphäre erhält.
Ihre Mitwirkung zeigt, wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche frühzeitig mit den eigenen kulturellen Wurzeln vertraut zu machen. Wenn junge Menschen Weihnachtslieder singen, Gedichte vortragen und sich an überlieferten Bräuchen beteiligen, wird Geschichte nicht nur erzählt, sondern gemeinsam erlebt.
So entsteht eine Verbindung zwischen den Generationen. Ältere Besucher können Erinnerungen an ihre eigene Kindheit wieder aufleben lassen, während jüngere Menschen die Möglichkeit erhalten, eine besondere Seite der siebenbürgisch-sächsischen Kultur kennenzulernen.
Weihnachtliche Klänge schon vor dem Gottesdienst
Der Adventsabend beginnt bereits um 16 Uhr im Kirchhof der evangelischen Kirche in Hammersdorf. Die Musikanten der Projektgruppe Haferland sowie die Blaskapelle aus Petersdorf werden die Besucher mit weihnachtlichen Klängen auf das Fest einstimmen.
Bei einem Glas Glühwein bietet sich Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Bekannte wiederzutreffen und sich auf den gemeinsamen Gottesdienst einzustimmen. Gerade dieses Zusammenspiel aus Musik, Begegnung und gelebter Tradition macht den besonderen Charakter der Veranstaltung aus.
Um 18 Uhr beginnt der festliche Gottesdienst mit Lichtertsingen. Anschließend soll der Abend in gemütlicher Atmosphäre ausklingen. Die Kirchengemeinde Hammersdorf kümmert sich um das leibliche Wohl der Gäste.
Ein Stück Heimat für heute und morgen
Für viele Siebenbürger Sachsen ist die Weihnachtszeit eng mit Erinnerungen an ihre Heimatorte verbunden. Die Kirchen, die Lieder und die gemeinsam gepflegten Bräuche sind Teil dieser Erinnerungen. Sie erzählen von einer Gemeinschaft, die über Generationen gewachsen ist und deren kulturelles Erbe auch heute noch Menschen miteinander verbindet.
Das Lichtertsingen in Hammersdorf ist deshalb mehr als eine vorweihnachtliche Veranstaltung. Es ist eine Einladung, sich auf die eigenen Wurzeln zu besinnen, alte Traditionen neu zu entdecken und gemeinsam dafür zu sorgen, dass sie nicht verloren gehen.
Dabei sind ausdrücklich auch Gäste willkommen, die den Brauch bisher nur vom Hörensagen kennen. Wer sich für die siebenbürgisch-sächsische Kultur interessiert oder einfach einen stimmungsvollen Adventsabend erleben möchte, findet hier eine schöne Gelegenheit dazu.
Die Projektgruppe Haferland und die Kirchengemeinde Hammersdorf freuen sich auf zahlreiche Besucher und auf einen Abend, an dem Musik, Glaube und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen.
Lasst uns Erinnerungen wecken und einen schönen Brauch gemeinsam erleben!
Veranstaltung auf einen Blick
Was: Lichtertsingen in Hammersdorf
Wann: Samstag, 19. Dezember 2026
Wo: Evangelische Kirche in Hammersdorf bei Hermannstadt (Gușterița, Sibiu)
Ab 16 Uhr: Weihnachtliche Musik mit den Musikanten der Projektgruppe Haferland und der Blaskapelle aus Petersdorf, dazu Glühwein im Kirchhof
Um 18 Uhr: Festlicher Gottesdienst mit Lichtertsingen und Beiträgen deutscher Schulklassen
Im Anschluss: Gemütliches Beisammensein mit Bewirtung durch die Kirchengemeinde Hammersdorf
Lichtertsingen in Siebenbürgen: Ein alter Weihnachtsbrauch kehrt zurück
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